„Analogisierung“ statt Digitalisierung

Das Thema Digitalisierung steht gesellschaftlich zurzeit hoch im Kurs. Doch ist das wirklich eine wünschenswerte Entwicklung, wie allgemein oft dargestellt wird?

Damit du meine eigenen Stolpersteine locker überspringen kannst und das ungesunde Extrem, in das unsere Gesellschaft immer mehr abdriftet, gar nicht erst mitmachst, hier ein paar “Warnungen” von einem langjährigen Digital-Nomaden.

Wieviel Digitalisierung tut dir wirklich gut?

Ich habe mein Leben schon vor vielen Jahren ortsunabhängig ausgerichtet. Remote Arbeiten, Briefpost überall digital empfangen und viele weitere Raffinessen der Digitalisierung sind für mich nicht erst seit zwei Jahren, sondern eher seit 10-15 Jahren Alltag! 

Hier bin ich der gesellschaftlichen Entwicklung um Jahre voraus und bekomme mit, dass die Gesellschaft mehr und mehr in ein wirklich ungesundes Extrem des Digitalen und des Materiellen abrutscht!

Während ich natürlich auch die Vorteile des Digitalen genieße und dieses Jahr gut sechs Monate auf Reisen war (ohne Digitalisierung wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen), rudere ich jedoch in vielen Bereichen meines Lebens inzwischen zurück zum Analogen.

  • Wie viel digitale Arbeit tut mir wirklich gut?
  • Muss ich meine Projekte auf Social-Media promoten, obwohl ich keine Lust dazu habe?
  • Wie viel kommuniziere ich digital (Messenger usw.) und wie viel Raum nehmen reale Begegnungen ein?
  • usw.

Stelle dir ein paar einfache Fragen

Wie auch immer deine persönliche Situation aussieht, ob du mit einer Sache im Gleichgewicht bist, kannst du durch ziemlich einfache Fragen herausfinden. 

  • Dient mir … oder schadet es mir?
  • Komme ich durch … zu mir oder gehe ich von meinem Inneren weg?
  • Habe ich einen guten Kontakt zu meinem Körper und meinen Gefühlen, wenn ich … tue?
  • Fühle ich mich nach … energetisch und lebendig oder energielos?
  • Spüre ich Freude, wenn ich … mache und fühle ich mich auch anschließend noch erfüllt?

Ersetze die Punkte einfach durch Tätigkeiten in deinem Alltag und überprüfe anhand der Fragen relativ einfach, welche Wirkung die Dinge (z.B. Fernsehen, lange Arbeit am Computer, Kontakt mit verschiedenen Menschen, Social-Media-Konsum) auf dich haben.

Wenn du inne hältst, dir diese Fragen stellst und dich bei dem, was du tust, immer mehr wahrnimmst, bringst du sofort mehr Achtsamkeit und Bewusstheit in dein Leben – selbst wenn du an deinem Tagesablauf erst einmal gar nichts veränderst!

Nutze die Vorteile, minimiere die Nachteile

Nun sind die Dinge nicht immer so schwarz-weiß, wie oft dargestellt. Die Digitalisierung wird zurzeit auf ein Podest gehoben und fast jeder nickt ab: “Digitalisierung? Da müssen wir vorankommen. Das ist Zukunft!”

Hinterfrage solch einseitige Ansichten und überprüfe (z.B. mit den obigen Fragen) was FÜR DICH gut und richtig ist. Das, was alle machen oder für richtig halten, ist nämlich selten eine gute Orientierung.

Die große Schattenseite der Digitalisierung und der materiell ausgerichteten Lebensweise in unserer Kultur ist, dass die Menschen mehr und mehr “verkopft” durchs Leben gehen, immer mehr den Bezug zu ihrem Körper, ihren Gefühlen sowie inneren Wünschen verlieren und in “Denk-Dauer-Schleifen” gefangen sind. Wirklich tiefer Kontakt und Begegnung, tiefes Glück und innere Freiheit sind auf der materiellen Ebene aber nicht zu finden.

Mit meiner Arbeit möchte ich hier gegensteuern – auch mit den Vorteilen des Digitalen, aber mehr und mehr analog. Ich habe mich daher entschieden vor allem Coachings und Workshops im direkten Kontakt anzubieten und das Freiheitscamp als realen Ort für persönliche Entwicklung, direktes Erleben und echte Begegnungen ins Leben zu rufen.

Wie schaut es bei dir aus? In welche Richtung steuerst du?

Liebe Grüße, dein

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